Würmer:
Wie alle Tiere können auch Papageien Würmer haben. Der Papagei nimmt vom Boden, an unsauberen Futtergefässen oder von Sitzstangen Wurmeier auf. Aus diesen Eiern schlüpfen, wenn sie befruchtet sind, im Magen-Darm- Trakt die Würmer und halten sich weiterhin im Darm auf. Zwar stirbt der Vogel nicht an einigen Würmern, aber sobald die Ansammlung zu gross ist, die Würmer zum Beispiel einen Knäuel bilden und den Darm verschliessen, geht der Papagei ein. Die Würmer entziehen dem Vogel vor allem die Närstoffe.
Solange zwischen dem Wirt und dem Parasiten ein Gleichgewicht besteht, zeigt der Vogel kaum deutliche Krankheitssymptome. Das Zukneifen der Augen und ein übermässiges Nahrungsbedürfnis können Hinweise auf Wurmbefall sein, vorallem wenn der Papagei trotz starker Nahrungsaufnahme immer magerer wird.
Überträger können auch Wildvögel sein, die sich auf die Volieren setzen und ihre Exkremente dort fallen lassen. Eine Massnahme gegen das ist die Voliere zu überdachen.
Von den verschiedenen Wurmarten treten vor allem Spulwürmer auf, die auch am leichtesten zu bekämpfen sind. Dagegen sind Haarwürmer und Pfriemenschwänze gefählicher und auch schwerer zu beseitigen, da sich diese Parasiten an den Darmwänden festsaugen (auch in Speiseröhre und Kropf) oder sogar in schlimmen Fällen den Darm durchbohren. Auch bestimmte Arten von Bandwürmern sind bei Papageien aufgetreten.
Die Eier entwickeln sich nur bei feuchtem un warmen Wetter und sind sehr widerstandsfähig. Wenn solch ein reifes Ei vom Vogel aufgenommen wird, schlüpft im Darm daraus eine Larve, die dann zum geschlechtsreifen Wurm heranwächst. Bei den Spulwürmern dauert diesse Entwicklung etwa 2 Monate, bei den Haarwürmern nur ca. 3 Wochen.
Gegenmittel: Spulwürmer können mit Hilfe von Piperazinpräperaten, die man dem Trinkwasser hinzufügt oder direkt dem Papagei eingibt, abgetrieben werden. Die Dosierung ist nach Grösse der einzelnene Arten verschieden. Mann sollte auch hier einen Tierarzt beizihehen.
Milben und Federlinge:
Bei Papageien kommen verschieden Milbenarten vor. Am bekanntesten ist die Rote Vogelmilbe welche ihr Wirtstier nur Nachts zur Nahrungsaufnahme (Saugen) aufsucht, um tagsüber wieder in Ritzen und Spalten jeglicher Art zu verschwinden. Die Vögel werden bei starkem Befall schnell blutarm, vor allem Jungvögel können dann leicht eingehen. Käfi, Sitzstangen und Bruthöhlen oder Nistkästen müssen mehrmals behandelt werden.
Die Räudemilbe hat sich stark ausgebreitet. Eine Art befällt Füsse und versucht die sogenannten "Kalkbeine". Diese Kalkartigen Wucherungen sind leicht zu beseitigen, in dem man sie öfter mit Olivenöl einreibt.
Eine andere Milbenart verursacht die Schnabelräude, aber auch die Beine und die Kloakengegend können befallen werden. Vor allem im Schnabelwinkel und unter den Augen breitet sich ein gräulicher Überzug aus, der aber rechtzeitig erkannt, schnell behoben werden kann (Ebenfalls mit Olivenöl). Unternimmt mann nichts gegen diese Milben, kann es zu Schnabeldeformationen kommen. Vor allem die Jungen werden leicht bei der Fütterung durch die Eltern angesteckt.
Die Federlinge die eigentlich auch ständig auf den Vögeln vorkommen können bekämpft werden. Diese Schmarotzer ernähren sich von den Federn und Hautschuppen der Vögel. Bei starkem Befall sind die Nissen (Eier) am Schaft der Federn zu erkennen.